Institut für angewandte Sozialwissenschaften

"Treffpunkt Inklusion" erleben - vernetzen - mitgestalten

Am 30. November 2016 veranstaltete das Ministerium für Soziales und Integration den "Treffpunkt Inklusion" in Stuttgart.

In Baden-Württemberg sind im Rahmen des Programms "Impulse Inklusion" 120 Projekte zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gefördert worden. Beim Treffpunkt Inklusion erhielten alle Projekt die Möglichkeit sich einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren und untereinander in Auszutausch zu gehen.

Unter dem Schwerpunkt "Inklusive Kommunen" waren neben der "Inklusionskonferenz im Landkreis Reutlingen" auch die vier Landkreise Esslingen, Ludwigsburg, Ravensburg und Tübingen mit Ständen vertreten und präsentierten den Stand des Projekts "Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in den Landkreisen".

Wissenschaftlich begleitet wurden die Projekte "Inklusionskonferenz im Landkreis Reutlingen" und "Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in den Landkreisen" durch den Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg KVJS und IfaS.

Organisierte Nachbarschaftshilfe im Wandel: Engagementverständnis und Aufwandsentschädigung auf dem Prüfstand – Endbericht veröffentlicht

Im Frühjahr 2015 wurde IfaS beauftragt, eine repräsentative Befragung bei Nachbarschaftshelfer/innen sowie Einsatzleitungen der Organisierten Nachbarschaftshilfe der Diözese Rottenburg-Stuttgart durchzuführen. Gefördert wurde das Vorhaben durch das Bischöfliche Ordinariat, Hauptabteilung VI Caritas, und den Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart. Der Fachverband Zukunft Familie e.V. wollte damit - parallel zu einem 2014 veröffentlichten Diskussionspapier (Zukunft Familie 2014) - einen Beitrag zur aktuellen Diskussion um Monetarisierung im Ehrenamt im Umfeld von Pflege leisten.

In der Studie wurde in mehrfacher Hinsicht Neuland betreten:

  •          Erstmalig liegen empirische Ergebnisse zum Selbstverständnis, Motivation und Bedeutung der Aufwandsentschädigung für das Engagement vor.
  •         Fragen zu den Aufwandsentschädigungen sind eingebettet in eine weitere Betrachtung von Tauschformen, Selbstverständnis, Aufgabenvielfalt sowie   aktuelle und zukünftige Herausforderungen. Dadurch gelingt es, die Komplexität der Engagementrealität besser abzubilden.
  •          Es sind sowohl Ansichten der Helfer/innen als auch der Einsatzleitungen berücksichtigt. Die Gegenüberstellung der zwei Perspektiven liefert ein tieferes Verständnis zum praxisnahen Umgang mit monetären Tauschformen im Engagement.

Zukunft Familie e.V. und IfaS würden sich wünschen, dass die Ergebnisse in die Fachdebatten einfließen und zur Weiterentwicklung der Monaterisierungsthematik des Bürgerschaftlichen Engagements beitragen. Der Abschlussbericht steht auf der Seite von Zukunft Familie e.V. und IfaS zum Download bereit.

IfaS ist Mitglied im Bundesnetzwerk für Bürgerschaftliches Engagement (BBE)

Auf der Mitgliederversammlung des Bundesnetzwerks für Bürgerschaftliches Engagement am 02. Dezember 2016 wurde IfaS als stimmberechtigtes Mitglied aufgenommen. IfaS beschäftigt sich bereits seit 2009 mit unterschiedlichen Fragestellungen des Bürgerengagements, freiwilligen Engagements und der Partizipation. Auch die kommunale Fachberatung des Gemeindenetzwerks
Bürgerschaftliches Engagement ist seit 2009 bei IfaS angegliedert. Das Team von IfaS freut sich nun auch Partner des starken Netzwerks für Bürgerschaftlichen Engagements zu sein. Mehr Informationen zum Bundesnetzwerk erhalten Sie hier. www.b-b-e.de

 

 

Ehrenamtsstudie der Erzdiözese Freiburg

Die Erzdiözese Freiburg führt eine umfassende Ehrenamtsstudie durch

Für die Erzdiözese Freiburg ist Engagementförderung ein relevantes Zukunftsthema. Um einen ersten Einblick in das vielfältige Engagement, dass unter dem Dach der katholischen Kirche stattfindet, zu bekommen, wurde vom 11. September bis zum 23. Oktober 2016 eine exemplarische Studie durchgeführt. Bei dieser Studie wurden fast 200 Ehrenamtliche befragt. Aufbauend auf den Ergebnissen und Impulsen wird eine weitere repräsentative Befragung durchgeführt.

Die repräsentative Befragung richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren, die in den Grenzen der Erzdiözese Freiburg leben. Dabei werden alle Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt, ganz gleich, ob sie sich engagieren, engagieren wollen oder ein Engagement für sie nicht in Frage kommt. Die Befragungsergebnisse sollen Erkenntnisse liefern, um Rahmenbedingungen und Standards für ehrenamtliches Engagement weiter auszubauen und damit die Grundlage für eine nachhaltige Ehrenamtskultur zu legen.

Wie läuft die Befragung ab?

Die telefonische Befragung findet im Zeitraum vom 7. November bis zum 9. Dezember 2016 statt. Die Anrufe werden vom Münster Research Institut durchgeführt. Die Auswahl der Telefonnummern erfolgt zufällig mit Hilfe eines Zufallsgenerators. Um repräsentative Daten zu erhalten, wird zunächst gefragt, welche Person im Haushalt zuletzt Geburtstag hatte und ob die Person an der Befragung teilnehmen möchte. Durch dieses Verfahren gelingt es, ein gutes Abbild der Bevölkerung zu erhalten. Geschulte Interviewer/innen leiten durch die Befragung und helfen bei Verständnisfragen. Die Interviews werden von Montag bis Freitag in der Zeit von 09:30 bis 19:00 Uhr und am Samstag in der Zeit von 10:00 bis 14:00Uhr durchgeführt.

Die Daten werden anonymisiert und an das Institut für angewandte Sozialwissenschaften (IfaS) weitergeleitet. Das IfaS ist zuständig für die Konzeption der Studie und die Auswertung der Daten. Die Befragungsergebnisse werden voraussichtlich im Mai 2017 auf der Internetseite der Erzdiözese Freiburg veröffentlicht.

Was sind Inhalte der Befragung?

Die Befragungsinhalte unterscheiden sich ja nachdem, ob sich der oder die Befragte engagiert, bei der Kirche engagiert oder engagementbereit ist. Grundsätzlich geht es in der Befragung um gute Rahmenbedingungen, Einschätzungen zum kirchlichen Engagement und zu Lebensweisen, die Einfluss auf das Engagement haben können.

Wer führt die Untersuchung durch?

Die Untersuchung wurde von der Erzdiözese Freiburg in Auftrag gegeben. Die wissenschaftliche Leitung obliegt dem Institut für angewandte Sozialwissenschaften in Stuttgart (IfaS). Die Telefoninterviews führt das Münster Research Institut durch. Durch die Trennung der Aufgabenbereiche wird die Wissenschaftlichkeit und Unabhängigkeit der Studie und der Studienergebnisse gewährleistet.

Ansprechpartnerinnen

Erzbischöfliches Seelsorgeamt

Dr. Elke Langhammer
Beauftragte für Ehrenamt und Engagementförderung der Erzdiözese Freiburg

Telefon: 0761 5144-141
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Institut für angewandte Sozialwissenschaften (IfaS)

Dr. Julia Schlicht
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsteam Bürgerschaftliches Engagement

Telefon: 0711-1849-726 oder 030-68815229
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

CmbA Berichtspräsentation

Am Montag, den 30.11.2015 fand im Rahmen der Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses der Stadt Stuttgart die Ergebnispräsentation des Konzepts zur ambulanten Versorgung von chronisch mehrfach beeinträchtigten Abhängigkeitkranken (CmbA) in Stuttgart/ Angebot Teil II statt.

Das Vorhaben zielte auf eine Verbesserung der Versorgungsqualität für den schwer erreichbaren und latent unter- bzw. unversorgten Personenkreis der CmbA-Klient/innen ab. Die bestehenden Hilfestrukturen wurde einbezogen und zugänglich gemacht, aufsuchende Soziale Arbeit und sozialräumliche Vernetzung waren dabei die Mittel der Wahl. Zu diesem Zweck wurden 1,5 zusätzliche Fachstellen bei zwei Stuttgarter Suchtberatungsstellen geschaffen und angegliedert.

"Soziale Arbeit im CmbA-Projekt öffnet Türen, begleitet, initiiert Hilfeprozesse und vernetzt." Mit großem Interesse wurde die Darstellung der Ergebnisse durch Frau Prof. Dr. Schäfer-Walkmann verfolgt, die in dem Forschungsbericht "achTsam, Sozialwissenschaftliche Analyse der ambulanten Versorgung von aktuell nicht an das Hilfesystem angebundenen chronisch mehrfachbeeinträchtigten Abhängigkeitskranken (CmbA) in Stuttgart" dargelegt sind.