Institut für angewandte Sozialwissenschaften

Fokusgruppen zur Validierung des Kennzahlen‐ und Reportingkonzepts für Integrationsfirmen im Mai 2017

Im dritten Projektjahr zur „Mehrdimensionalen Erfassung der Wertschöpfungsleistung von Integrationsfirmen“ steht die Validierung der Instrumente zur Erfassung der nicht-monetären Wertschöpfungsparameter im Vordergrund.

Unter reger Beteiligung von zehn Integrationsfirmenvertretern aus dem Raum Baden-Württemberg wurden im Mai 2017 die Inhalte der Fragebögen sowie die Rahmenbedingungen zur Erhebungssituation anhand verschiedener Fragestellungen kritisch begutachtet und gemeinsam diskutiert. Fragen wie…

  • Messen die Variablen das, was sie messen sollen?
  • Sind die Variablen trennscharf und eindeutig (unmissverständlich) formuliert?
  • Welche Unsicherheiten bzw. Schwierigkeiten kommen im Laufe der Befragung auf?
  • Welche zeitlichen Ressourcen binden die Erhebungswellen?

…leiten den kommunikativen Validierungsprozess.

Nach einer erneuten Erhebungsrunde und weiteren „Fokusrunden“ werden die Ergebnisse abschließend statistisch ausgewertet und auf die Ergebnisse der kommunikativen Validierung bezogen.

Fokusgruppen im Projekt „Wirksamkeit und Weiterentwicklung der Angebote zur Alltagsgestaltung sowie Tagesstrukturierung für erwachsene seelisch behinderte Menschen im Saarland“

Als letzter Erhebungsschritt innerhalb der Studie „Wirksamkeit und Weiterentwicklung der Angebote zur Alltagsgestaltung sowie Tagesstrukturierung für erwachsene seelisch behinderte Menschen im Saarland finden im Juni thematische Fokusgruppen statt. 

Die Fokusgruppen werden in Form von Workshops durchgeführt. Sie dienen der Präsentation und Validierung der Ergebnisse und sollen in diesem Rahmen zur Diskussion gestellt werden. Der Mehrwert dieser Methode ergibt sich aus der Möglichkeit, die Erkenntnisse zu ausgewählten Themen in einem möglichst vielfältig besetzten Expertengremium zu diskutieren. Die unterschiedlichen Perspektiven ermöglichen daher eine anwendungs- und praxisnahe Sichtweise auf die Gestaltung und Weiterentwicklung der vorhandenen Angebote zur Alltagsgestaltung und Tagesstrukturierung für Menschen mit seelischer Behinderung im Saarland.

Die Fokusgruppen sollen dabei aus möglichst verschiedenen Teilnehmergruppen bestehen: Leistungsträger, Leistungserbringer, sowie Leistungsbezieher der Angebote im Saarland sind herzlich eingeladen zu den Themen "Bedarfsgerechte Teilhabe am Arbeitsleben/Beschäftigung", "Junge Erwachsene in der Eingliederungshilfe" und "Demografischer Wandel - Alter und Eingliederungshilfe" mit uns zu diskutieren!

Wir freuen uns auf zahlreiches Kommen und eine rege Diskussion!

Institutsschließung an den Brückentagen

Das Institut für angewandte Sozialwissenschaften ist am Freitag, den 26.05.17 sowie am Freitag, den 16.06.17 geschlossen.

"Treffpunkt Inklusion" erleben - vernetzen - mitgestalten

Am 30. November 2016 veranstaltete das Ministerium für Soziales und Integration den "Treffpunkt Inklusion" in Stuttgart.

In Baden-Württemberg sind im Rahmen des Programms "Impulse Inklusion" 120 Projekte zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gefördert worden. Beim Treffpunkt Inklusion erhielten alle Projekt die Möglichkeit sich einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren und untereinander in Auszutausch zu gehen.

Unter dem Schwerpunkt "Inklusive Kommunen" waren neben der "Inklusionskonferenz im Landkreis Reutlingen" auch die vier Landkreise Esslingen, Ludwigsburg, Ravensburg und Tübingen mit Ständen vertreten und präsentierten den Stand des Projekts "Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in den Landkreisen".

Wissenschaftlich begleitet wurden die Projekte "Inklusionskonferenz im Landkreis Reutlingen" und "Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in den Landkreisen" durch den Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg KVJS und IfaS.

Organisierte Nachbarschaftshilfe im Wandel: Engagementverständnis und Aufwandsentschädigung auf dem Prüfstand – Endbericht veröffentlicht

Im Frühjahr 2015 wurde IfaS beauftragt, eine repräsentative Befragung bei Nachbarschaftshelfer/innen sowie Einsatzleitungen der Organisierten Nachbarschaftshilfe der Diözese Rottenburg-Stuttgart durchzuführen. Gefördert wurde das Vorhaben durch das Bischöfliche Ordinariat, Hauptabteilung VI Caritas, und den Diözesancaritasverband Rottenburg-Stuttgart. Der Fachverband Zukunft Familie e.V. wollte damit - parallel zu einem 2014 veröffentlichten Diskussionspapier (Zukunft Familie 2014) - einen Beitrag zur aktuellen Diskussion um Monetarisierung im Ehrenamt im Umfeld von Pflege leisten.

In der Studie wurde in mehrfacher Hinsicht Neuland betreten:

  •          Erstmalig liegen empirische Ergebnisse zum Selbstverständnis, Motivation und Bedeutung der Aufwandsentschädigung für das Engagement vor.
  •         Fragen zu den Aufwandsentschädigungen sind eingebettet in eine weitere Betrachtung von Tauschformen, Selbstverständnis, Aufgabenvielfalt sowie   aktuelle und zukünftige Herausforderungen. Dadurch gelingt es, die Komplexität der Engagementrealität besser abzubilden.
  •          Es sind sowohl Ansichten der Helfer/innen als auch der Einsatzleitungen berücksichtigt. Die Gegenüberstellung der zwei Perspektiven liefert ein tieferes Verständnis zum praxisnahen Umgang mit monetären Tauschformen im Engagement.

Zukunft Familie e.V. und IfaS würden sich wünschen, dass die Ergebnisse in die Fachdebatten einfließen und zur Weiterentwicklung der Monaterisierungsthematik des Bürgerschaftlichen Engagements beitragen. Der Abschlussbericht steht auf der Seite von Zukunft Familie e.V. und IfaS zum Download bereit.