Institut für angewandte Sozialwissenschaften

Ehrenamtsstudie der Erzdiözese Freiburg

Die Erzdiözese Freiburg führt eine umfassende Ehrenamtsstudie durch

Für die Erzdiözese Freiburg ist Engagementförderung ein relevantes Zukunftsthema. Um einen ersten Einblick in das vielfältige Engagement, dass unter dem Dach der katholischen Kirche stattfindet, zu bekommen, wurde vom 11. September bis zum 23. Oktober 2016 eine exemplarische Studie durchgeführt. Bei dieser Studie wurden fast 200 Ehrenamtliche befragt. Aufbauend auf den Ergebnissen und Impulsen wird eine weitere repräsentative Befragung durchgeführt.

Die repräsentative Befragung richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger ab 14 Jahren, die in den Grenzen der Erzdiözese Freiburg leben. Dabei werden alle Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt, ganz gleich, ob sie sich engagieren, engagieren wollen oder ein Engagement für sie nicht in Frage kommt. Die Befragungsergebnisse sollen Erkenntnisse liefern, um Rahmenbedingungen und Standards für ehrenamtliches Engagement weiter auszubauen und damit die Grundlage für eine nachhaltige Ehrenamtskultur zu legen.

Wie läuft die Befragung ab?

Die telefonische Befragung findet im Zeitraum vom 7. November bis zum 9. Dezember 2016 statt. Die Anrufe werden vom Münster Research Institut durchgeführt. Die Auswahl der Telefonnummern erfolgt zufällig mit Hilfe eines Zufallsgenerators. Um repräsentative Daten zu erhalten, wird zunächst gefragt, welche Person im Haushalt zuletzt Geburtstag hatte und ob die Person an der Befragung teilnehmen möchte. Durch dieses Verfahren gelingt es, ein gutes Abbild der Bevölkerung zu erhalten. Geschulte Interviewer/innen leiten durch die Befragung und helfen bei Verständnisfragen. Die Interviews werden von Montag bis Freitag in der Zeit von 09:30 bis 19:00 Uhr und am Samstag in der Zeit von 10:00 bis 14:00Uhr durchgeführt.

Die Daten werden anonymisiert und an das Institut für angewandte Sozialwissenschaften (IfaS) weitergeleitet. Das IfaS ist zuständig für die Konzeption der Studie und die Auswertung der Daten. Die Befragungsergebnisse werden voraussichtlich im Mai 2017 auf der Internetseite der Erzdiözese Freiburg veröffentlicht.

Was sind Inhalte der Befragung?

Die Befragungsinhalte unterscheiden sich ja nachdem, ob sich der oder die Befragte engagiert, bei der Kirche engagiert oder engagementbereit ist. Grundsätzlich geht es in der Befragung um gute Rahmenbedingungen, Einschätzungen zum kirchlichen Engagement und zu Lebensweisen, die Einfluss auf das Engagement haben können.

Wer führt die Untersuchung durch?

Die Untersuchung wurde von der Erzdiözese Freiburg in Auftrag gegeben. Die wissenschaftliche Leitung obliegt dem Institut für angewandte Sozialwissenschaften in Stuttgart (IfaS). Die Telefoninterviews führt das Münster Research Institut durch. Durch die Trennung der Aufgabenbereiche wird die Wissenschaftlichkeit und Unabhängigkeit der Studie und der Studienergebnisse gewährleistet.

Ansprechpartnerinnen

Erzbischöfliches Seelsorgeamt

Dr. Elke Langhammer
Beauftragte für Ehrenamt und Engagementförderung der Erzdiözese Freiburg

Telefon: 0761 5144-141
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Institut für angewandte Sozialwissenschaften (IfaS)

Dr. Julia Schlicht
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsteam Bürgerschaftliches Engagement

Telefon: 0711-1849-726 oder 030-68815229
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CmbA Berichtspräsentation

Am Montag, den 30.11.2015 fand im Rahmen der Sitzung des Sozial- und Gesundheitsausschusses der Stadt Stuttgart die Ergebnispräsentation des Konzepts zur ambulanten Versorgung von chronisch mehrfach beeinträchtigten Abhängigkeitkranken (CmbA) in Stuttgart/ Angebot Teil II statt.

Das Vorhaben zielte auf eine Verbesserung der Versorgungsqualität für den schwer erreichbaren und latent unter- bzw. unversorgten Personenkreis der CmbA-Klient/innen ab. Die bestehenden Hilfestrukturen wurde einbezogen und zugänglich gemacht, aufsuchende Soziale Arbeit und sozialräumliche Vernetzung waren dabei die Mittel der Wahl. Zu diesem Zweck wurden 1,5 zusätzliche Fachstellen bei zwei Stuttgarter Suchtberatungsstellen geschaffen und angegliedert.

"Soziale Arbeit im CmbA-Projekt öffnet Türen, begleitet, initiiert Hilfeprozesse und vernetzt." Mit großem Interesse wurde die Darstellung der Ergebnisse durch Frau Prof. Dr. Schäfer-Walkmann verfolgt, die in dem Forschungsbericht "achTsam, Sozialwissenschaftliche Analyse der ambulanten Versorgung von aktuell nicht an das Hilfesystem angebundenen chronisch mehrfachbeeinträchtigten Abhängigkeitskranken (CmbA) in Stuttgart" dargelegt sind.

 

 

2. Bürgerforum „Gut und aktiv älter werden“

Nach zwei Jahren intensiver Arbeit und breitem ehrenamtlichen Engagement, schließt das Projekt "Gut und aktiv älter werden" nun die Ideenfindungsphase ab. In einem zweiten Bürgerforum sollen die entwickelten Projektideen nun vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden. Bei der Frage welche der Vorhaben umgesetzt werden sollen, um gemeinsam neue Wege in Schorndorfs Seniorenarbeit zu gehen, ist Ihre Stimme gefragt. Sie sind daher herzlich eingeladen an der Veranstaltung


2. Bürgerforum
"Gut und aktiv älter werden"

am
Mittwoch, den 24. Juni 2015
um
19:00 Uhr
in 
der Barbara-Künkelin-Halle
Künkelinstraße 33, 73614 Schorndorf

teilzunehmen. 

 


> Einladung zum 2. Bürgerforum und Programm

 

Fachsymposium zu Gewalterfahrungen in der Stiftung Liebenau zwischen 1945 und 1975 - Rückblick

Gewalt in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung: Dieses Thema spielt eine wichtige Rolle für Einrichtungsträger der Hilfe für Menschen mit Behinderung. Die Stiftung Liebenau hat der Aufbereitung von Gewalterfahrungen und ihren Konsequenzen am 11. und 12. Dezember 2014 ein zweitägiges Fachsymposium gewidmet. Ausgangspunkt der Diskussion war die sozialwissenschaftliche Studie, die das Institut für angewandte Sozialwissenschaften (IfaS) im Auftrag der Stiftung Liebenau zur Analyse von Gründen, Anlässen und Bedingungen erzieherischer Gewalt in der Zeit von 1945 bis 1975, durchführte. Die Ergebnisse der Studie „Gewalterfahrungen. Der Umgang mit Gewalt im lebensweltlichen Kontext von Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern der Stiftung Liebenau zwischen 1945 und 1975“ wurden durch Prof. Dr. Susanne Schäfer-Walkmann und Prof. Dr. Birgit Hein vorgestellt.

> Zeitungsartikel "Stiftung Liebenau bittet um Verzeihung"

> Zeitungsartikel "Stiftung Liebenau stellt sich ihrer Vergangenheit"

Veröffentlichung:
Susanne Schäfer-Walkmann, Birgit Hein: „Das Schweigen dahinter“
Der Umgang mit Gewalt im lebensweltlichen Kontext von Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern der Stiftung Liebenau zwischen 1945 und 1975. Herausgegeben von der Stiftung Liebenau, Lambertus Verlag, Freiburg i. Breisgau 2015
ISBN: 978-3-7841-2682-1

Fachtag „Barrierefrei gesund?“ - Rückblick

Am Mittwoch, den 26.11.14 fand im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart der Fachtag „Barrierefrei gesund?“ statt. Etwa hundert Personen hatten sich angemeldet, um an dem Fachtag teilzunehmen, der dazu beitragen sollte, „die gesundheitliche Versorgung für Menschen mit einer geistigen Behinderung in der Stadt Stuttgart weiterzuentwickeln und voranzubringen“.

Mit großem Interesse wurde ein zentraler Punkt des Programms - die Darstellung der Ergebnisse der sozialwissenschaftlichen Studie „Barrierefrei gesund“ durch Prof. Dr. Susanne Schäfer-Walkmann und Franziska Traub - verfolgt. Im Rahmen der Studie wurde seit September 2013 die Situation von Menschen mit einer geistigen Behinderung im Stuttgarter Gesundheitswesen qualitativ und quantitativ erforscht um aus den generierten Ergebnissen gangbare Handlungswege abzuleiten. Die Ergebnisse machen deutlich, dass die Vision einer barrierefreien, gesundheitlichen Versorgung realisierbar sein kann. Auf der Tagesordnung standen außerdem Vorträge von Prof. Dr. Peter Martin, Prof. Dr. Doris Tacke und Dr. Friedrich Kramer und eine Gesprächsrunde mit Dr. Rudolf Geis, Dr. Rafael Reinhardt und Dr. Beate Erlenbauer.

Die Studie wird im Januar 2015 beim Lambertus Verlag erscheinen.